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Aktuelles Oer-Erkenschwick

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Überschrift
316.000 Euro für eine klimarobuste Stadtentwicklung
Einleitung

Gute Nachricht für die Stadt Oer-Erkenschwick: Das Land Nordrhein-Westfalen hat die vom Lippeverband beantragten Mittel für die Ermittlung von Flächen innerhalb des Stadtgebiets, in denen Maßnahmen gegen Starkregengefahren und die Folgen von Hitzewellen umgesetzt werden können und sollen, bewilligt. Geldgeber sind neben dem Land auch der Lippeverband. Im Zuge des Projekts „Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft“ (KRiS) können somit später die Stadt ihre Einzelprojekte mit bis zu 100 % und private Grundstückseigentümer ihre Maßnahmen mit bis zu 90 % gefördert bekommen. Ziel ist es bis 2030 rund 25 % der befestigten Flächen in ausgewiesenen Betrachtungsräumen von der Mischwasserkanalisation abzukoppeln und die Verdunstungsrate um 10 % zu steigern.

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„Für die Vorbereitung der Gemeinde auf zukünftige Starkregenereignisse und Hitzewellen ist dieser Förderbescheid sehr wichtig“, sagt der städtische Klimaanpassungsmanager Pavlos Schlotter. Er ist seit Anfang 2023 für die Stadtverwaltung tätig und hat seitdem die notwendigen Grundlagendaten erhoben sowie Konzepte und Strategien für eine zukünftig klimarobuste Entwicklung Oer-Erkenschwicks angestoßen.

So hat Pavlos Schlotter insbesondere den dicht bebauten südlichen Stadtbereich als besonders kritisch in Bezug auf Auswirkungen von Hitzewellen ausgemacht. Der nördliche Teil Oer-Erkenschwicks ist bekanntlich überwiegend bewaldet und extrem dünn besiedelt. Aber der urbane Raum ist zu 51 %versiegelt. Und genau dort leben 97 % der Oer-Erkenschwicker. „Weil hier auch besonders viele schutzbedürftige Kinder und Senioren wohnen, sind Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel besonders wichtig“, erläutert Schlotter.

Mit dem jetzigen Fördergeld sollen durch ein Fachbüro möglichst schon ab Mai nach der zum Jahresbeginn erfolgenden Ausschreibung durch den Lippeverband mindestens zwei sogenannte „Betrachtungsräume“ in Oer-Erkenschwick ausgemacht werden. Pavlos Schlotter denkt da insbesondere an ein Gewerbegebiet und einen dicht bebauten Wohnbereich. In einem Schritt sollen die Gutachter nicht nur die Grenzen der Betrachtungsräume abstecken, sondern in einem zeitverzögert zweiten Schritt durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit Grundstücks- und Hauseigentümer zum Mitmachen animieren. Mögliche Maßnahmen für mehr Klimarobustheit in der Stadt sind beispielsweise mehr Dachbegrünungen oder die Schaffung sogenannter Rigolen, also z. B. mit Kies ausgelegten Wasser-Pufferspeicher.

„Wir wollen mit diesen Maßnahmen zusammen mit dem Lippeverband ein deutliches Zeichen für eine nachhaltige Stadtentwicklung und den Schutz vor den Auswirkungen des Klimawandels setzen. Durch die ganzheitliche Strategie sollen die Lebensbedingungen für die Bevölkerung langfristig verbessert und gesichert werden“, erläutert Pavlos Schlotter.



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