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Zu viel Kunststoff im Oer-Erkenschwicker Biomüll
Einleitung

Die stichprobenartigen Kontrollen der Biotonnen-Inhalte im Rahmen der bundesweiten Aktion „Wir für Bio“ haben in Oer-Erkenschwick bedenkliche Ergebnisse zu Tage gebracht. 

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So haben sich in einer Müllfahrzeug-Ladung, die an der Umladestelle inspiziert worden ist, eine dreifache Überschreitung der ab 2025 maximal zulässigen Kunststoffgehalt-Menge (ein Prozent) und eine ebenso hohe Überschreitung der zulässigen Menge an „weiteren Fremdstoffen“ im Biogut (drei Prozent) ergeben. „Nicht nur deshalb werden unsere Mitarbeiter weiterhin beim Abholen der Biotonnen auf den Inhalt achten. Wenn eine Tonne erheblich falsch bestückt ist, kommen wir nicht umhin, sie zunächst stehen zu lassen und später gebührenpflichtig für den Bürger als Restmüll zu entsorgen“, sagt der Leiter des Baubetriebshofes, Gerold Schmelter.

Auffällig oft befinden sich übrigens Plastiktüten im Biomüll. Die aber bestehen meist – salopp gesagt – aus Erdöl und benötigen etwa 20 Jahre, um sich zu zersetzen. Zersetzt heißt aber nicht biologisch abgebaut. Übrig bleibt die Plastiktüte in Form von Mikroplastik, welches dann in die Nahrungskette, ins Grundwasser und in die Weltmeere gelangt und dort dem Ökosystem Schaden zuführt. 

Auch „kompostierbare Plastiktüten“ dürfen laut Abfallbeseitigungssatzung der Stadt Oer-Erkenschwick nicht in die Biotonne. „Wir wollen sauberen Biomüll für gute Komposterde und funktionierende Anlagen – für mehr Bioenergie und den Klimaschutz“, sagt Schmelter. Denn eine nach Herstellerangaben „kompostierbare Plastiktüte“ zersetzt sich für den vom Kreis Recklinghausen eingeschlagenen Kompostierweg viel zu langsam.

Doch was gehört nun genau in die Biotonne? Nachfolgend eine Auflistung: 

Gartenabfälle (zum Beispiel Abraum von Beeten, Baumschnitt, Baumrinde, Blumen, Blumenerde, Hecken- und Strauchschnitt, Laub, Nadeln, Pflanzen, Pflanzenteile, Reisig, Moos, Rasen- und Grasschnitt, Unkraut, Wildkraut, Zweige)
Heu, Stroh (kleine Mengen)
Topfpflanzen (ohne Topf), auch mit Blumenerde
Schnittblumen
Bioabfall-Sammeltüten/-beutel aus Papier und aus gekennzeichneten zertifizierten biologisch abbaubaren Kunststoffen
Brot- und Backwarenreste
Eierschalen
Fischreste und -gräten (haushaltsübliche Mengen; gegebenenfalls in Küchenpapier/Küchenkrepp oder Zeitungspapier eingewickelt, kein Hochglanzpapier, zum Beispiel von Zeitschriften, Illustrierten, oder Papier aus Alttapeten)
Fleisch- und Wurstreste (haushaltsübliche Mengen; gegebenenfalls in Küchenpapier/Küchenkrepp oder Zeitungspapier eingewickelt, kein Hochglanzpapier, zum Beispiel Zeitschriften, Illustrierten, oder Papier aus Alttapeten)
Gemüsereste, Gemüseabfälle (zum Beispiel Kartoffelschalen, Gemüseputzreste und so weiter)
Salatreste, Salatabfälle
Käsereste, einschließlich Naturrinde
Kaffee-Filtertüten, Kaffeesatz
Knochen (haushaltsübliche Mengen; gegebenenfalls in Küchenpapier/Küchenkrepp oder Zeitungspapier eingewickelt, kein Hochglanzpapier, zum Beispiel von Zeitschriften, Illustrierten, oder Papier aus Alttapeten)
Milchproduktreste
Nussschalen
Obstreste, Obstschalen (auch von Südfrüchten, Zitrusfrüchten)
Speisereste, roh, gekocht, verdorben (haushaltsübliche Mengen; gegebenenfalls in Küchenpapier/Küchenkrepp oder Zeitungspapier eingewickelt, kein Hochglanzpapier zum Beispiel von Zeitschriften, Illustrieren, oder Papier aus Alttapeten)
Teebeutel, Teereste
Federn
Holzwolle, Holzspäne, Sägespäne (nur von unbehandeltem Holz)

Weitere Informationen im Internet unter www.wirfuerbio.de/kreis-re/



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