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Parktürme aus Rapen gegen die Parkplatznot in Großstädten
Einleitung

Die Zeiten, als sich das Unternehmen Maschinenbau Feld als Bergbauzulieferer international einen Namen gemacht hat, sind längst Geschichte. Im November 2007 übernahm Andreas Renner den nunmehr gut 45 Jahre existierenden Betrieb und baute die Firma nach und nach mit innovativen Ideen zu einem der größten Industrieunternehmen im Bereich Schwermaschinenbau in der Region aus. Wie Bürgermeister Carsten Wewers nun bei einer Besichtigung des Betriebes am Winkelfeld in Rapen mit seinen 70 Mitarbeitern in Erfahrung bringen konnte, gehören nun sogar vertikale Parktürme zum Produktportfolio des Maschinen-  und Industriebauers Feld

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„Der erste rund 16 Meter hohe Turm steht im bayerischen Freising“, berichtet Unternehmer Andreas Renner (56). Zusammen mit seinem Sohn Stefan (28), der die Firma spätestens in neun Jahren übernehmen soll, hat er den Parkturm konzipiert, TÜV-fähig gemacht und schließlich im Auftrag eines bayerischen Unternehmens auf einem öffentlichen Parkplatz in Freising montiert und aufgestellt. „Die Funktionsweise ist denkbar einfach. Man fährt auf das geschlossene Rolltor zu, hält eine Parkkarte vor den Leser, fährt anschließend in den Pkw-Aufzug, steigt aus und gibt den Wagen per Tastendruck frei. Dann transportiert der computergesteuerte Aufzug das Fahrzeug an seinen Platz in dem Parkturm. Die Abholung erfolgt in umgekehrter Reihenfolge“, erläutert Andreas Renner.

Ziel des innovativen Parkturmangebots ist es, Großstädten für ihre Parkraumprobleme Lösungen auf kleinem Raum anzubieten. Denn der 16 Meter hohe Parkturm verbraucht für zwölf Fahrzeuge nur eine Grundfläche von 49 Quadratmetern.

Ein weiteres Großprojekt für das Renner-Team sind und bleiben die tonnenschweren Greifer, die beispielsweise in Müllverbrennungsanlagen zum Einsatz kommen. „Die verfügen über einen Seilantrieb. Und das Stahlseil, das den tonnenschweren Greifer hebt und senkt, muss bislang zweimal im Monat erneuert werden. Wir arbeiten nun an einer neuen, patentierten Technik, so dass dieser Seiltausch nur noch zwei Mal im Jahr stattfinden muss“, erläutert Stefan Renner.

Die beiden Unternehmer bezeichnen die wirtschaftliche Lage ihres Betriebes als „aktuell durchwachsen“. Die Zeit der Corona-Pandemie sei wirtschaftlich durchaus schwierig gewesen. Davon habe man sich aber gut erholt. Der Aufwärtstrend sei allerdings heute abgeflacht. „Wir sind aber stolz auf unser Team, in dem jeder gewissenhaft und engagiert eine anspruchsvolle Arbeit leistet“, betont Andreas Renner.

Produziert werden in dem Oer-Erkenschwicker Industriebetrieb bis zu 80 Tonnen schwere Bauteile. Hergestellt werden die auf insgesamt 23.000 Quadratmetern Fläche am Winkelfeld, davon 5.800 überdacht in Hallen. Auf den Hallen sind Photovoltaikanlagen montiert. „Wir setzen grundsätzlich auf Nachhaltigkeit. So nutzen wir auch Erdwärme. Außerdem sind wir sozial engagiert und unterstützen Vereine und Verbände am Ort“, erklärt Stefan Renner.

Weitere Informationen über das Unternehmen Maschinenbau Feld gibt es im Internet unter www.maschinenbau-feld.de



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