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Bauhof-Mitarbeitende der Abteilung Grünpflege mit Bürgermeister Shoaiub Nazir.

„Cool, dass Sie wirklich gekommen sind!“ Die Begrüßung ist herzlich, als Bürgermeister Shoaiub Nazir am frühen Morgen um 6.30 Uhr zur Schichteinteilung auf dem Gelände des Baubetriebshofes erscheint. In seinem orangefarbenen Outfit erntet der Verwaltungschef anerkennende Blicke. Und wenige Minuten später geht es schon los. Ab in den ersten Müllbezirk. Da muss Shoaiub Nazir Tonnen schieben. Bei Einhängen in die Hebe-Automatik des Müllwagens müssen die Sicherheitsvorschriften beachtet werden. „Und die leeren Tonnen gehören wieder genau dahin zurück, wo Sie die hergenommen haben. Sonst gibt’s Beschwerden“, erfährt der Bürgermeister. Und er muss sich sputen. Denn auch für Shoaiub Nazir gilt keine Schonfrist. Der Mülltrupp legt ein ordentliches Tempo vor.

Das gilt auch wenig später für den Kanal-Trupp. An dem Spezialfahrzeug wird mit viel Technik gearbeitet, um die mehr als 100 Kilometer langen Abwasserkanäle im Stadtgebiet von Oer-Erkenschwick zu reinigen und auf Dichtigkeit zu untersuchen. Doch nur mit der Kamera und dem Joystick ist die Arbeit nicht getan. Am Regenrückhaltebecken samt Pumpwerk in Oer – übrigens dem größten in der Stadt - zieht der Bürgermeister einen Schutzanzug über, schnallt sich einen Atemfilter auf und lässt sich beim Abstieg in die Unterwelt nicht lange bitten. Es stinkt fürchterlich, als er mit seinen Kollegen einige Meter unter der Erde durch die Fäkalien zur Wartung diverser Geräte watet. „Das ist nichts für schwache Nerven“, sagt Nazir, als er wieder über Tage in dem Kanalschacht auftaucht. 

Bei den Kolleginnen und Kollegen, die sich um die Spielplätze in der Stadt kümmern, ist später viel handwerkliches Geschick und Verantwortungsgefühl gefragt. Shoaiub Nazir ist selbst Vater eines kleinen Sohnes und weiß, wo mögliche Verletzungsrisiken auf Spielplätzen liegen. „Aber meine Kollegen vom Baubetriebshof gehen bei den regelmäßigen Sicherheitsüberprüfungen der Spielplätze sehr akribisch vor. Auf die kann man sich wirklich verlassen“, sagt Nazir. Und dann muss er selbst zum Schraubenschlüssel greifen, um ein neues Spielgerät zu installieren.

Später ist Shoaiub Nazir auch noch auf dem Waldfriedhof mit der Grünabteilung im Einsatz. Nicht nur als stiller Beobachter, sondern aktiv hinter dem Rasenmäher. 

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Auch auf einem Spielplatz war Bürgermeister Shoaiub Nazir mit den Kollegen des Bauhofs im Einsatz.

Dieser Einsatz auf dem Waldfriedhof hat bei Shoaiub Nazir ebenfalls Eindruck hinterlassen. „Viele Bürgerinnen und Bürger wünschen sich dort einen stärker gepflegten Eindruck. Gleichzeitig wurde bei meiner Hospitation aber deutlich, wie viel Arbeit und Engagement in der täglichen Pflege steckt. Denn ein Waldfriedhof lebt bewusst auch von seinem naturnahen Charakter.“

Überall erntet der Verwaltungschef achtungsvolle Blicke. Und Shoaiub Nazir selbst findet am Ende von zwei Arbeitstagen nur lobende Worte für die rund 70 Mitarbeitenden des Baubetriebshofes. „Deren Aufgaben sind vielfältig und oft auch körperlich anstrengend. Das verdient Respekt und Anerkennung. Aber was mir besonders gut gefallen hat, ist der Teamgeist in den einzelnen Kolonnen. Dort geht man mit Freude an die Arbeit und unterstützt sich gegenseitig. Ganz im Dienst der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt. Wirklich lobenswert“, sagt der Bürgermeister zum Feierabend.

Aber auch die Bauhof-Mitarbeitenden zeigten sich erfreut: „Dass sich ein Bürgermeister wirklich im Detail für unsere Arbeit interessiert und sogar mal richtig mitarbeitet um später fundiert mitreden zu können, ist eine tolle Form von Wertschätzung für unsere Arbeit“, meint ein Bauhof-Kollege.