„Mit der KRiS-Förderung schaffen wir einen konkreten Anreiz, Klimaanpassungen direkt an Gebäuden und auf Grundstücken umzusetzen. Davon profitieren nicht nur die Eigentümerinnen und Eigentümer selbst. Jede entsiegelte Fläche, jedes begrünte Dach und jeder Liter Regenwasser, der vor Ort versickern kann, hilft dabei, unsere Stadt besser auf Hitze und Starkregen vorzubereiten“, sagt Bürgermeister Shoaiub Nazir.
Hierzu hat die Stadt einen Gestaltungsraum festgelegt, in dem Maßnahmen des KRiS-Programms sowie die damit verbundenen Anforderungen umgesetzt und dessen Auswirkungen gemessen werden können. Für Maßnahmen innerhalb des festgelegten „Gestaltungsraums Zentrum“ können über KRiS bis zu 90 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten übernommen werden. Ziel der Stadt ist es, 31,5 Prozent der befestigten Fläche im Gestaltungsraum von der Mischwasserkanalisation.
Vom Gründach bis zur entsiegelten Einfahrt
Gefördert werden Maßnahmen, die Regenwasser möglichst vor Ort zurückhalten, versickern oder verdunsten lassen und damit gleichzeitig das Mikroklima verbessern. Dazu gehören unter anderem Flächenentsiegelungen, Dach- und Fassadenbegrünungen, Mulden und andere Versickerungsflächen, Rigolen und Mulden-Rigolen-Systeme. Ebenso kann unter bestimmten Voraussetzungen Regenwasser von versiegelten Flächen gezielt einem Gewässer zugeführt werden.
Die Maßnahmen folgen dem Prinzip der Schwammstadt: Niederschlagswasser soll möglichst dort aufgenommen und gespeichert werden, wo es fällt, anstatt unmittelbar in die Kanalisation abzufließen. Das entlastet bei Starkregen das Kanalsystem, unterstützt die Grundwasserneubildung und kann durch Versickerung und Verdunstung dazu beitragen, das Wohnumfeld an heißen Tagen abzukühlen.
„Gerade jetzt im Sommer spüren wir die negativen Auswirkungen, die der Klimawandel auf unsere Lebensqualität und unsere Gesundheit hat. Deshalb ist es wichtig, jetzt zu handeln und nicht länger zu warten. Klimaanpassung kann direkt vor der eigenen Haustür beginnen. Oft sind es Maßnahmen, die gleich mehrere positive Effekte miteinander verbinden: Sie schützen vor den Folgen von Starkregen, verbessern das Mikroklima und steigern gleichzeitig die Aufenthalts- und Lebensqualität“, erklärt Shoaiub Nazir.
Digitale Informationsveranstaltung zu Fördermöglichkeiten
Interessierte Eigentümerinnen und Eigentümer haben am Donnerstag, 3. September, von 18 bis 19 Uhr die Möglichkeit, an einer von der Stadt und der Zukunftsinitiative Klima.Werk organisierten digitalen Informationsveranstaltung teilzunehmen. Hier informieren Stadt und Klima.Werk eingehend über die geförderten Maßnahmen, den Ablauf und die Bedingungen der Antragstellung sowie die Umsetzung der Maßnahmen. Denn viele Projekte lassen sich auch in Eigenleistung umsetzen – und je nach Maßnahme können dabei die anfallenden Materialkosten förderfähig sein.
Außerdem wird über Fördermöglichkeiten außerhalb des KRiS-Gestaltungsraums informiert. Liegt eine Immobilie außerhalb, bedeutet das nicht automatisch, dass keine Unterstützung möglich ist. Mit dem Förderprogramm Emscher-Lippe Klima.Anpassung (ELKA) sowie der Förderung „10.000 Grüne Dächer“ stehen weitere Angebote für Klimaanpassungsmaßnahmen zur Verfügung. . Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich unter dem folgenden Link zur Veranstaltung anmelden: https://shorturl.at/itAPH
Wichtige Fördervoraussetzungen
Interessierte Bürgerinnen und Bürger, die sich bereits vor der Informationsveranstaltung einlesen möchten, können dies im Web unter klima-werk.de/kris-foerderung machen. Wer von der Förderung Gebrauch machen möchte, muss sicherstellen, dass Antrag und Förderzusage grundsätzlich vor der Beauftragung beziehungsweise Umsetzung der Maßnahme erfolgen. Unter bestimmten Voraussetzungen können Planungsleistungen, die vor der Antragstellung geleistet und bezahlt wurden, rückwirkend gefördert werden. Maßnahmen, die bereits aufgrund eines Bebauungsplans oder anderer gesetzlicher Vorgaben vorgeschrieben sind, können ebenfalls nicht über KRiS gefördert werden.
Weitere Informationen und Beratung
Anpassungsmanagement der Stadt Oer-Erkenschwick
E-Mail: klimaanpassung@oer-erkenschwick.de
Web: klima-werk.de/kris-foerderung