Bürgermeister Shoaiub Nazir erläutert weiter: "Die Kosten für das Freibad sind um 5,2 Mio. € auf rund 12,5 Mio. € gestiegen. Der Stadtrat hat das bereits Anfang Februar abgesegnet. Auch deshalb, weil die entstandenen Mehrkosten beim Freibad sowie die fortlaufende Baupreisentwicklung bislang durch Umplanungen beim Maritimo nahezu vollständig kompensiert werden konnten.

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Das Mehrzweckbecken im neuen Maritimo-Beach.

Allerdings führen insbesondere die zusätzliche Betonsanierung im Technikkeller sowie die nicht beeinflussbaren allgemeinen Preissteigerungen zu höheren Baukosten für das Maritimo. Die aktualisierte Kostenberechnung geht von einer Gesamtsumme in Höhe von 29,4 Mio. € aus.

Diese Baukosten in Höhe von 29,4 Mio. € beziehen sich auf die aktuelle Marktsituation. Im städtischen Finanzplan für 2026 sind insgesamt 30,3 Mio. € für die Baumaßnahme veranschlagt und vom Rat der Stadt Oer-Erkenschwick beschlossen worden. Unter Ausschöpfung dieser haushalterischen Grenze würde eine Sicherheit von rund 3 % zur Verfügung stehen.

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In der Region einzigartig: Der Spraypark im Maritimo-Beach.

Ob und wie weit diese „Reserve“, insbesondere angesichts der Krisen in der Ukraine und im Nahen Osten, ausreichend ist, kann momentan nicht sicher gesagt werden. Deshalb wurde in der jüngsten Sitzung des Bäderbeirates ausdrücklich darauf hingewiesen, dass mit dem jetzigen Planungsstand der nahezu letzte Zeitpunkt erreicht ist, an dem noch signifikante Planänderungen vorgenommen werden können. Der Bauantrag ist bereits gestellt. Das Baugenehmigungsverfahren steht unmittelbar vor dem Abschluss.

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Im Springerbecken wird gerade das Drei-Meter-Brett installiert.

Eine Umplanung würde aber auch jetzt schon mit erheblichem Mehraufwand und zeitlichen Verzögerungen verbunden sein. Die beiden einzigen möglichen gravierenden Planänderungen mit höherem Einsparpotenzial werden unverändert im Wegfall des zusätzlichen Sportbades beziehungsweise im bereits reduzierten Anbau des Sauna- und Wellnessbereiches gesehen. Der Wegfall des zweiten Sportbeckens mit Hubboden würde dabei allerdings mit der bisher erfolgten Argumentation des Vorrangs der Daseinsvorsorge kollidieren.

Im Bereich des Sauna- und Wellnessbereiches könnte auf den ohnehin schon reduzierten Anbau mit zwei Saunen und darüberliegenden Ruhebereichen verzichtet werden. Dies würde allerdings eine deutlich belastende Korrektur der Wirtschaftlichkeitsprognose nach sich ziehen. Ein positiver Deckungsbeitrag und damit der Wegfall städtischer Verlustabdeckung wären somit nicht mehr gegeben.

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Auch die Pflanzarbeiten befinden sich auf der Zielgeraden.

Wir sind uns der Verantwortung bewusst, die mit einem Projekt dieser Größenordnung verbunden ist. Deshalb setzen wir auf Transparenz, eine sorgfältige Abwägung aller Optionen und einen offenen Dialog mit Politik, Bürgerschaft und allen Beteiligten. Unser Ziel bleibt es, das Maritimo wirtschaftlich tragfähig und zugleich im Interesse unserer Stadt weiterzuentwickeln. Über weitere Entwicklungen werden wir die Bürgerinnen und Bürger auch künftig frühzeitig, transparent und nachvollziehbar informieren", kündigt Bürgermeister Shoaiub Nazir an.