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Die Vivawest-Azubis mit Arbeitsdirektorin Karin Erhard (li.), Bürgermeister Carsten Wewers (5.v.l.), ihren Ausbildern und dem Vorsitzenden des Bergbau- und Geschichtsvereins, Markus Pliska (3.v.r.).

Eingestielt hat die ungewöhnliche Kooperation der Vorsitzende des Bergbau- und Geschichtsvereins, Markus Pliska. Der hat nicht nur selbst vor mittlerweile vielen Jahren seine Bergmannsausbildung auf dem Gelände der früheren Ausbildungsabteilung des nicht mehr existierenden Bergwerks Haard absolviert. Er ist heute Betriebsratsvorsitzender von Vivawest Wohnen und hat den Kontakt hergestellt. Und Karin Erhard, Arbeitsdirektorin und Geschäftsführerin des Unternehmens mit Sitz in Gelsenkirchen, war sofort angetan von der Idee und hat der Azubi-Entsendung nach Oer-Erkenschwick zugestimmt.

Jetzt erstrahlt nach dem ersten Bauabschnitt ein großer Teil der ehemals löchrigen Fassade des Bergbaumuseums nach der Grundsanierung in einem wetterfesten Weinrot. Der Bergbau- und Geschichtsverein hatte die Materialkosten übernommen, die Arbeit leisteten die Azubis unter Anleitung ihrer Ausbilder. Im Gegenzug stellt der Bergbauverein die Räumlichkeiten auf dem Museumsgelände dem Unternehmen Vivawest kostenfrei für Berufseinführungsveranstaltungen zur Verfügung.

Das Bergbaumuseum gibt es an der Straße „Am Ziegeleitor“ in Oer-Erkenschwick übrigens seit August 2002. In den Jahrzehnten davor befand sich dort die Ausbildungsabteilung des ab 1899 errichteten Bergwerks Ewald-Fortsetzung (später Bergwerk Haard). Bis zum Beginn der 50er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts fungierte der spätere Lehrstollen, in dem sich Besucher heute „unter Tage“ begeben können, als Ziegelei-Ofen.

Der Bergbau- und Geschichtsverein gründete sich dann am 21. November 2001, neun Monate vor der Museumeröffnung. Vorsitzender ist bis heute Markus Pliska. In den nachfolgenden Jahren haben die Mitglieder des Vereins in Eigenleistung mit Unterstützung von Förderern und Freunden Bergbau-Exponate aus der gesamtem Bundesrepublik Deutschland zusammengetragen und besuchergerecht aufbereitet. Das Bergbaumuseum in Oer-Erkenschwick braucht also einen Vergleich mit dem großen Bruder in Bochum nicht zu scheuen.

Wer sich über das Museum und seine Nutzungsmöglichkeiten informieren möchte, kann das im Internet unter www.museum-oe.de machen. Dort erfährt der Besucher nicht nur alles über die Bergbaugeschichte von Oer-Erkenschwick. Dort kann man den Lehrstollen auch für Eheschließungen buchen oder die stilechte „Revierbude“ als Vereinsmitglied (!) für Feierlichkeiten beinahe jeder Art buchen. Und das funktioniert - Dank des Engagements der Vivawest-Azubis – nun wieder regensicher…