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Neujahrsempfang der Feuerwehr

Teil dieser Zukunftsplanung ist auch die neue Feuer- und Rettungswache schräg gegenüber dem Altgebäude an der Schillerstraße in Oer-Erkenschwick. Das rund 11,5 Mio. teure Spezialgebäude soll nun – mit einigen Monaten Verspätung – ab März schrittweise an die Feuerwehr der Stadt Oer-Erkenschwick übergeben werden. Doch warum hat sich die Inbetriebnahme des von einem auf den Bau solcher Spezialimmobilien spezialisierten Architekturbüros eigentlich so lange verzögert?

Ursächlich dafür ist die mehrfach aufgetretene Nichteinhaltung von Terminen durch bauausführende Firmen. Zudem kommen einige Male Lieferschwierigkeiten von Baumaterial und Einrichtungsgegenständen. Beides zieht dann stets eine Kettenreaktion nach sich. Zudem mussten häufiger festgestellte Mängel beseitigt werden. Das alles ist jetzt aber für den Bereich des eigentlichen Baukörpers abgeschlossen.

Dazu kam dann die Bearbeitung von Mängeln bzw. Gefährdungspotenzialen in den Bereichen Arbeits- und Gesundheitsschutz. Außerdem ergab sich die Erfordernis von Umplanungen von Räumen aufgrund von Personalzuwächsen seit der Bauantragsstellung (z.B. Übernahme von Krankentransport und Rettungsdienst vom DRK, der dauerhafte Einsatz eines zweiten RTWs über 24 Stunden, die erforderliche personelle Aufstockung des Brandschutz-Tagesdienstes)  sowie letztlich Verzögerungen bei der Fertigstellung der Ampelanlage.

Außerdem zu berücksichtigen waren in den vergangenen Monaten vom Gesundheitsamt und dem Arbeitsschutz angesprochene mögliche Gefährdungspotenziale. Die wurden entweder durch bauliche Veränderungen/Ergänzungen (z.B. einer Lüftungsanlage in der Desinfektionshalle) beseitigt oder durch entsprechende Erarbeitung von Dienstanweisungen zur Einhaltung von Arbeitsabläufen ausgeräumt. Die Gebäude-Freigabe durch die Unfallkasse liegt bereits vor. Außerdem sind alle baulichen Maßnahmen jetzt abgeschlossen. Zurzeit laufen noch Restarbeiten zur Umgestaltung der aufgrund der Personalzuwächse umgewidmeten Räume. Parallel finden bereits Funktionsüberprüfungen statt.

Stichwort Selbstkritik: Was hätte besser laufen können, damit die neue Wache früher fertig wird?

Zunächst einmal ist festzuhalten, dass die Abwicklung von Bauvorhaben in dieser Größenordnung und der hohen Spezialisierung in starker Abhängigkeit von nicht beeinflussbaren Faktoren, wie beispielsweise fehlende oder eingeschränkte Angebotsstrukturen in einzelnen Baugewerken, Lieferschwierigkeiten bei verschiedenen Materialien, Terminüberschreitung und mangelhafte Ausführung bei einzelnen Gewerken steht.

Ferner hätte man bei einer frühzeitigeren Beteiligung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes und eine damit verbundene Abstimmung über differenzierte Auslegung von Rechts- und DIN-Normen zwischen Fachplanern und Arbeits- sowie Gesundheitsschutz eine parallele Bearbeitung der abzuarbeitenden Mängel mit den sonstigen Bauabläufen ermöglicht.