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Banknoten

Warum ist der Haushaltsbeschluss wichtig?
Der beschlossene Haushalt sorgt dafür, dass das Leben in unserer Stadt auch weiterhin verlässlich funktioniert. Vereine, Verbände und Initiativen können auch 2026 auf die finanzielle Unterstützung der Stadt zählen. Gleichzeitig bleiben notwendige Investitionen möglich – etwa in Schulen, Kitas, Straßen oder öffentliche Einrichtungen.

Zahlen und Fakten zum Haushalt 2026
Der Haushaltsplan sieht für das Jahr 2026 Ausgaben von rund 123 Millionen Euro vor. Dem stehen Einnahmen von knapp 116 Millionen Euro gegenüber. Daraus ergibt sich ein Defizit von etwa 7,5 Millionen Euro.

Noch im Dezember war bei der Einbringung des Haushaltsentwurfs von einem Fehlbetrag von rund 9,5 Millionen Euro auszugehen. Durch konsequente Sparmaßnahmen innerhalb der Stadtverwaltung, unter anderem durch eine zweiprozentige Kürzung fast aller Budgets in den Bereichen Sach- und Dienstleistungen und den ordentlichen Aufwendungen, konnte das Defizit reduziert werden.

Des Weiteren konnte der Haushalt erneut von geringeren Auszahlungen an den Kreis profitieren. Dabei darf ein besonderen Dank an den Kreis Recklinghausen nicht vergessen werden. Denn durch den Einsatz der Ausgleichsrücklage begrenzt der Kreis Recklinghausen die Zahllast der Städte und wendet somit einen noch größeren Schaden von den Gemeinden ab. 

Dies zeigt, dass zumindest der Kreis Recklinghausen die drastischen Lage weiterhin anerkennt und sich in schwierigen Zeiten solidarisch mit seinen Städten verhält.

Entlastung durch das Land – mit Grenzen
Zusätzliche Entlastung bringt die Altschuldenregelung des Landes Nordrhein-Westfalen. Das Land übernimmt 66 Millionen Euro der insgesamt rund 130 Millionen Euro an Liquiditätskrediten der Stadt. Diese Maßnahme führt nicht zu zusätzlichen Einnahmen, senkt aber die Zinsbelastung der Stadt und entlastet somit den Aufwandsbereich. Aufgrund der weiterhin angespannten Haushaltslage wird dieser Effekt jedoch nicht ausreichen, einen direkten Haushaltsausgleich auszuweisen.

Ein zentrales Problem bleibt die strukturelle Unterfinanzierung der Kommunen. Städte und Gemeinden erhalten regelmäßig neue Aufgaben von Bund und Land, ohne dass die dafür notwendigen Mittel vollständig bereitgestellt werden. Diese Praxis widerspricht dem sogenannten Konnexitätsprinzip und belastet die kommunalen Haushalte erheblich.

Was bedeutet das konkret für Bürgerinnen und Bürger?
Um das bestehende Defizit zumindest teilweise abzufedern, wird im Jahr 2026 die Grundsteuer B von 825 auf 880 Prozentpunkte angehoben. Für Eigentümerinnen und Eigentümer bedeutet dies eine moderate Mehrbelastung. Mieterinnen und Mieter können betroffen sein, da die Grundsteuer über die Nebenkosten umgelegt werden kann.

Weitere Steuererhöhungen sind für das Jahr 2026 nicht vorgesehen. Leistungen der Stadt, insbesondere für Vereine, Ehrenamt und soziale Angebote, sollen trotz der angespannten Lage möglichst stabil bleiben.

Blick nach vorn
Trotz aller Herausforderungen gibt es eine vorsichtig positive Perspektive: Die aktuelle Finanzplanung zeigt, dass ab dem Jahr 2033 wieder Überschüsse möglich sind. Der jetzt beschlossene Haushalt ist ein wichtiger Schritt, um diese Entwicklung zu erreichen und die Zukunft der Stadt nachhaltig zu sichern.