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Regentropfen vor einer Pflanze

Gemeinsam mit der Zukunftsinitiative Klima.Werk, dem Lippeverband sowie Bürgerinnen und Bürgern möchte die Stadt damit Klimaanpassungsmaßnahmen an Gebäuden und Grundstücken umsetzen. „Der Klimawandel ist längst Realität. Mit Klima.Werk und Lippeverband gehen wir einen weiteren wichtigen Schritt, um unsere Stadt widerstandsfähiger zu machen und die Lebensqualität in Oer-Erkenschwick langfristig zu sichern“, sagt Bürgermeister Shoaiub Nazir.

Hierzu hat die Stadt einen Gestaltungsraum festgelegt, in dem Maßnahmen des KRiS-Programms sowie die damit verbundenen Anforderungen umgesetzt und dessen Auswirkungen gemessen werden können. Eigentümerinnen und Eigentümer im definierte Gestaltungsraum können von einer Förderung im Rahmen des KRiS-Programms profitieren und so ihre Immobilien und Grundstücke nachhaltig und klimaresilient umgestalten. Gefördert werden vom Land und vom Lippeverband über KRiS etwa Flächenentsiegelungen, wenn Einfahrten oder Parkplätze mit wasserdurchlässigen Belägen gestaltet werden, Dach- und Fassadenbegrünungen sowie Baumrigolen und Versickerungsflächen in Gärten und Vorgärten. „Ziel ist die Abkopplung von Regenwasser, also die Ableitung von Niederschlägen weg von der Kanalisation hin zu Versickerung und Nutzung vor Ort, um die Stadt Oer-Erkenschwick bei Starkregen zu entlasten, Hitze zu mindern und sie widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels zu machen“, erklärt Shoaiub Nazir. 

Mehr als 89.000 m² sollen entsiegelt werden

Die Fläche des „Gestaltungsraums Innenstadt“ misst fast einen halben Quadratkilometer und wurde vom Rat der Stadt bereits einstimmig beschlossen. Ziel der Stadt ist es, 31,5 Prozent der versiegelten Fläche im Gestaltungsraum zu entsiegeln und damit von der Mischwasserkanalisation abzukoppeln. Das entspricht mehr als 89.000 m².  

Bürgerumfrage zu klimaangepassten Maßnahmen
Die Stadt möchte die Bürgerinnen und Bürger aktiv in den Prozess der Klimaanpassung einbinden. „Klimaanpassung funktioniert dann gut, wenn sie gemeinsam gestaltet wird. Unsere Aufgabe ist es, zu informieren und zu beraten. Deshalb haben wir vor Kurzem eine Umfrage gestartet. Wir möchten wissen, welche Maßnahmen den Bürgerinnen und Bürgern wichtig sind und welche Möglichkeiten sie bei ihren eigenen Immobilien sehen“, so der Bürgermeister. Die Umfrage kann hier abgerufen werden

Informations- und Dialogformate geplant

Darüber hinaus plant die Stadt, die Bürgerinnen und Bürger bei Ortsteilrundgängen durch den Gestaltungsraum sowie bei weiteren Veranstaltungen zu informieren. Interessierte können dabei direkt vor Ort Fragen stellen und konkrete Beispiele kennenlernen. Die Termine werden rechtzeitig vor den Veranstaltungen bekannt gegeben. Wer sich schon vorab informieren möchte, findet weitere Informationen online beim Klima.Werk (www.klima-werk.de) sowie beim Anpassungsmanagement der Stadt Oer-Erkenschwick.

Kontakt

Weitere Informationen:

Anpassungsmanagement der Stadt Oer-Erkenschwick
Telefon: 02368 691-362 (Herr Schlotter)
E-Mail: klimaanpassung@oer-erkenschwick.de
Web: www.klima-werk.de/gruendachfoerderung und www.klima-werk.de/kris-foerderung

Über das KRiS-Programm:

Mit dem Förderprogramm „Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft“ des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-​Westfalen soll die Klimaresilienz von Kommunen im Gebiet des Regionalverbands Ruhr nachhaltig verbessert werden. Gemeinsam mit Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) sollen mit dem Projekt sowie weiteren Förderungen bis 2030 rund 250 Millionen Euro in entsprechende Projekte im Ruhrgebiet investiert werden. Dazu verpflichten sich die Kommunen unter anderem, bis 2030 mindestens rund 25 Prozent der befestigten Flächen in Gestaltungsräumen zu entsiegeln. Gefördert werden dabei unter anderem Flächenentsiegelungen, Versickerungen, Baumrigolen und Dach- und Fassadenbegrünung. Das KRiS-Förderprogramm ergänzt die bestehenden Maßnahmen und Förderprogramme der Stadt Oer-Erkenschwick und ermöglicht es, Anreize für klimaangepasste Maßnahmen an Immobilien in privater Hand zu schaffen.