„Schließlich sind die Busse der Vestischen Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge und ermöglichen unter anderem den vielen Menschen, die kein anderes Fortbewegungsmittel haben, die Teilhabe am Leben“, sagt Shoaiub Nazir nach dem intensiven Austausch. Darüber hinaus ließ der Oer-Erkenschwicker Verwaltungschef mit einer Anregung aufhorchen, die vielen Bürgerinnen und Bürgern gefallen dürfte.
„Damit der ÖPNV besser angekommen wird, muss das Liniennetz der Busse möglichst engmaschig und zeitlich attraktiv getaktet sein. Aber was aus meiner Sicht mindestens genau so wichtig ist, sind niedrigere Preise als die, die derzeit verlangt werden“, ist sich Shoaiub Nazir sicher. Der Oer-Erkenschwicker Verwaltungschef regt daher an, zu prüfen, ob die Ticketpreise der Vestischen nicht erheblich abgesenkt, möglichst sogar halbiert werden können.
„Der Kreis Recklinghausen – und damit auch wir in Oer-Erkenschwick – zahlen ja bereits jetzt schon einen hohen Verlustausgleich für die Busse der Vestischen. Auch, wenn deutlich preiswertere Tickets diesen Zuschussbedarf erhöhen würden, wäre das dafür aufgewendete Steuergeld sozial und auch ökologisch äußerst sinnvoll investiert“, ist sich Shoaiub Nazir sicher. Er will deshalb das Gespräch mit seinen Amtskollegen im Kreis und mit Vertretern des Kreistages suchen. Denn die Städte und Kreise sind für die Preisgestaltung bei der Vestischen verantwortlich.
Während des Besuchs von Michael Feller und Peter Pulina sprach Nazir auch weitere Verbesserungsmöglichkeiten seiner Sicht an. Zum Beispiel solle der Schnellbus (SB) 24 abends länger fahren und das Unternehmen Westfleisch und auch die Bildungsstätte Haus Haard an das Liniennetz angebunden und die Taktung der Buslinie nach Marl verkürzt werden.